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'''マトゥヌス'''(Matunus)は'''マトゥヌス'''(Matun(n)os)のラテン語形で、ブリテン島とガリアで崇拝されていた ケルト(熊?)の神である。

== Etymologie ==
Sein Name geht auf das [[urkeltisch]]e Wort ''*matu-'' „gut, günstig“ oder „Bär“ (siehe [[Altirische Sprache|altirisch]] ''math'', „Bär“, aber auch [[Keltische Sprache|altkeltisch]] ''*mati'', altirisch ''maith'', „gut“, gleichbedeutend mit [[Kymrische Sprache|kymrisch]] ''mad'') zurück und ist auch im Namen der [[Lingonen|lingonischen]] Stadt ''Andematunum'' (heute [[Langres]], [[Frankreich]]) enthalten. Der Übergang von ''*matu-'' zu ''math'' lässt sich mit der Verwendung einer Tabubenennung des Bären erklären (siehe deutsch „Bär“ – eigentlich „der Braune“). Eine Deutung von ''Matunus'' als „(Gott der) guten Tage“ ist deshalb ebenfalls möglich. Die konkurrierenden ''i''-Stämme (''*mati-'') und ''u''-Stämme (''*matu-'') wurden später derart aufgeteilt, dass ersterer die Bedeutung „gut“ und letzterer die Bedeutung „Bär“ erhielt.<ref>Helmut Birkhan: ''Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur.'' S.&nbsp;713&nbsp;f.</ref><ref>Garrett S. Olmsted: ''The Gods of the Celts and the Indo-Europeans.'' Archaeolingua Alapítvány, Budapest 1994, ISBN 3-85124-173-8, S. 433. (für den gallischen Sprachbereich)</ref>

== Weiheinschrift und Mythologie ==
Eine militärische Einheit des römischen Heeres, die ''Cohors Primae Lingonum Equitata'', die vornehmlich aus Lingonen bestand, war zudem in ''Bremenium'' ([[Rochester (Northumberland)|High Rochester]], [[Northumberland]]) stationiert. Hier fand man um 1715 einen Schrein mit einer Inschrift.<ref>{{RIB|1265}} = {{CIL|7|995|R=}} ''Deo Matuno / pro salute / M(arci) [A]ur[eli 3] / [6] / bono generis / humani impe/rante C(aius) [Iulius] / [Marcus] leg(atus) / Aug(usti) pr(o) pr(aetore) posuit / ac dedicavit / c(uram) a(gente) Caecil(io) Optato trib(uno) ''</ref>

Es wird davon ausgegangen, dass ''Matunus'' hauptsächlich von den Lingonen als Gott verehrt wurde. Da ''Matunus'' „(großer) Bär“ bedeuten kann, ist ebenso wie bei [[Artaios]] eine Funktion als Bärengott anzunehmen. Er wird auch mit den Göttin [[Artio]] und [[Andarta]] gemeinsam zu den keltischen Bärengottheiten gezählt.<ref>Bernhard Maier: ''Lexikon der keltischen Religion und Kultur.'' S.&nbsp;228.</ref>

In den mittelalterlichen [[Wales|walisischen]] Erzählungen des ''[[Mabinogion|Vierten Zweigs des Mabinogi]]'' tritt [[Math]] („Bär, Sohn des kleinen Bären“) als eine der Hauptfiguren in Erscheinung und im [[Irland (Insel)|irischen]] ''[[Lebor Gabála Érenn]]'' („Das Buch der Landnahmen Irlands“) ist von dem Volk der [[Túatha Dé Danann]] („Volk der Göttin Danu“) die Rede, zu dessen Gefolgschaft ein Zauberer namens ''Mathgen'' („Sohn des Bären“) gehört. Ob und inwieweit es hierbei eine Verbindung zwischen diesen beiden Figuren und dem altkeltischen Bärengott ''Matunus'' gibt, ist nicht sicher geklärt.

== Siehe auch ==
* [[Liste keltischer Götter und Sagengestalten]]
* [[Keltische Religion]]
* [[Keltische Mythologie]]

== Literatur ==
* [[Helmut Birkhan]]: ''Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur.'' Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1997, ISBN 3-7001-2609-3.
* [[Eric Birley]]: ''The Deities of Roman Britain.'' In: [[Hildegard Temporini-Gräfin Vitzthum|Hildegard Temporini]], Wolfgang Haase (Hrsg.): ''[[Aufstieg und Niedergang der römischen Welt]]: Geschichte und Kultur Roms im Spiegel der neueren Forschung.'' Teil 2: ''Principat,'' Band 18: ''Religion (Heidentum: Die Religiösen Verhältnisse in den Provinzen),'' Teil 1. Walter de Gruyter, Berlin/New York 1986, S. 3–112, hier S. 70 f.
* [[Bernhard Maier (Religionswissenschaftler)|Bernhard Maier]]: ''Lexikon der keltischen Religion und Kultur'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 466). Kröner, Stuttgart 1994, ISBN 3-520-46601-5, S.&nbsp;228.

== 参照 ==
<references />

{{DEFAULTSORT:まとうぬす}}
[[Category:ガリア神話]]
[[Category:ミトラス群]]
[[Category:熊]]
[[Category:工事中]]

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